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Kaiserverlag

Weißer Sonntag 45

Amateurtheater Neu Dramatik, Zeitstücke
Besetzung: 1D / 6H / 1DEK / 1 Kind

Einige Bewohner einer Kleingartensiedlung versammeln sich am 8. April 1945, einem sonnigen Sonntag, im Garten des schrulligen Herrn Hammerl. Gemeinsam und bange sieht man dem Vorrücken der russischen Armee entgegen. Und macht sich so seine Gedanken. Schnell werden noch einige fragliche Dinge verbrannt. Das junge Ehepaar Dangl spendiert Wein und Rauchwerk, sie feiern heute ihren Hochzeitstag. Man schwelgt in den guten, alten Zeiten. Die vermeintliche Idylle wird gestört, als ein Flugzeug knapp über sie hinwegfliegt. Dann entdecken sie einen Sowjetpanzer am Beginn ihrer Straße.

Die Figuren sind meisterhaft gezeichnet. Allesamt könnten sie einem sympathisch sein, und man möchte Anteil nehmen an ihrer Angst, wenn man nicht schon bald wüsste, dass sie allesamt wegschauende Mitläufer, Denunzianten und Nazis sind. Die Idylle des Kleingartens an einem sonnigen Frühlingstag bildet einen genialen Kontrast zu dem Drama, das über die Protagonisten hereinbricht.

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