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Kaiserverlag

Henry Mason

Henry Mason (* 1974 in London, Großbritannien) ist ein in Österreich lebender und seit 1996 freischaffender Theaterautor, Schauspieler und Regisseur für Sprech- und Musiktheater.

Herkunft und Ausbildung
Seine Eltern Jean und William Mason sind (ebenso wie sein in Köln lebender Bruder Orlando) Opernsänger und ließen die Brüder zweisprachig aufwachsen.
Mason studierte von 1993 bis 1997 an der Universität von Exeter (Großbritannien) Theaterpraxis und Germanistik, welche er mit Auszeichnung abschloss.

Beruflicher Werdegang
Neben von ihm geschriebenen Stücken verfasste Mason auch zahlreiche Adaptionen und Übersetzungen anderer Autoren. Seine Inszenierungen und Engagements führten ihn u.a. an die Volksoper Wien, das Linzer Theater Phönix, die Wiener Kammeroper, das theaterspectacel Wilhering, die Sommerspiele Klosterneuburg, das Landestheater Linz und die Oper Dortmund, wo er 2006 Rossinis Der Barbier von Sevilla inszenierte.
Seit 1996 ist er Regisseur des Barockopernensembles Opera da Camera Linz. Seit 1997 unterrichtete er u.a. in Exeter, an der Anton Bruckner Universität Linz (Schauspiel- und Opernschulen), an der Royal Scottish Academy for Music and Drama (RSAMD) in Glasgow.
Mason war Co-Leiter des freien Schauspielensembles TheaterUnser von 1999 bis 2001.
Das Shakespeareprojekt „His Majesty's Players“ wurde 2005 von ihm gegründet und er inszenierte die Uraufführung von „Down with Love“ (nach „Venus and Adonis“) am Linzer Phönixtheater, der 2007 eine Neuinszenierung von „Die Komödie der Irrungen„ folgte.
Im Sommer 2007 wurde sein Sozialkomödie „Heiße Eisen“ sehr erfolgreich im Festsaal des Linzer Neuen Rathauses wieder aufgeführt. Ab Herbst 2007 übernimmt Mason die Leitung des uhof, dem Theater für junges Publikum am Landestheater Linz.
In der Saison 2007/2008 wurde am Linzer Landestheater Henry Masons Rock-Pop-Comic „Candide oder Der Optimismus“ aufgeführt, inszeniert von diesem als eine Reise durch die Weltgeschichte als Roadmovie nach dem satirischen Kurzroman von Voltaire.
Im Linzer Posthof wird derzeit seine vor drei Jahren uraufgeführte Kombination von Texten von William Shakespeares erotischem Gedicht Venus und Adonis mit Liedern von George Gershwin, Cole Porter, Kurt Weill etc. aufgeführt und dabei eine Mann-Frau-Geschichte vom Anbandeln erzählt. Die Darsteller sind Henry Mason selber mit Daniela Dett, wobei der Geschlechterschlagabtausch mit Dance Me to the End of Love von Cohen endet.
Im März 2009 hat sein neues Stück Orestie: Die Brut in den Linzer Kammerspielen Premiere, in welchem er auch selber Regie führt. Der Text wurde von Mason frei nach Orestie von Aischylos geschrieben, wobei er sich bemühte dieses Stück einer kaputten, sich selbst zerfleischenden Familie so in die Gegenwart zu übersetzen, dass auch ein 16jähriges Theaterpublikum damit etwas anfangen könne. Während des Schreibens kam Mason auch der Amstettener Inzestfall in den Sinn. Das sicher nicht einfache Stück wird mit einem Horrorfilm-Soundtrack komplettiert.

Auszeichnungen
1998 - Erster oberösterreichischer Landeskulturpreis für Bühnenkunst 1998 gemeinsam mit Joachim Rathke

Henry Mason

Stücke der Autorin/des Autors

Orestie: Die Brut

Jugendstück ab 16 Jahren
Frei zur DEA
4D / 5H / / 1Kind / Simultanbühne